Öko-Pickerl fürs Auto

Die Autos werden zukünftig mit neuen Pickerl bestückt. Diese werden wie die Ampel rot – gelb – oder grün sein. Mit dem „Immissionsgesetz Luft“ gab der Ministerrat grünes Licht für die Einführung von Umweltplaketten nach deutschem Vorbild. Durch diese Plaketten soll Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und oder Stickstoffoxiden verhindert werden. Laut dem Verkehrsklub VCÖ hat Österreich in vier Städten gegen die EU-Grenzwerte verstoßen und somit droht ihnen eine Strafzahlung.

Dass dies in Österreich nicht noch mal vorkommt, plant man auch hier Schutzzonen, die für besonders schadstoffhaltige Autos Sperrgebiet sein sollen. Wer trotzdem Einfährt oder einfach kein Pickerl hat bezahlt hohe Bußgelder.

„Wir geben den Bundesländern einen Werkzeugkasten, aus denen sie fast richtige Werkzeuge nehmen können und das kann eben auch ein Fahrverbot sein“, meinte Umweltministerin Niki Berlakovich zu Österreich.

Das Rote Pickerl bedeutet: Altes Fahrzeug, hoher Schadstoffausstoß wie zum Beispiel Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter

Das Gelbe Pickerl bedeutet: Mittlerer Schadstoffausstoß, zum Beispiel fünf Jahre alter Benziner

Das Grüne Pickerl bedeutet: Neuwagen mit neuen Filtern der letzten Generation

Welche Schutzzonen konkret geschaffen werden, weiß man noch nicht. Die einzige Schutzzone die mittlerweile Formen annimmt ist die Umweltzone in der Steiermark rund um Graz. Graz gilt in Österreich als das Feinstaub-Krisengebiet. Die Landespolitiker müssen nun Handeln da es dafür jetzt Gesetze gibt. Schrittweise Einführung von Fahrverboten für Stinker, Tempo-Limits sowie rigide Maßnahmen gegen alte Industrieanlagen liegen dann auf der Hand.

Die Autofahrer bekommen diese Pickerl von den Werkstätten oder dem ÖAMTC, jedoch gegen Gebühr. Auch in Österreich wird man bald im Internet nachschauen müssen, ob man mit dem jeweiligen Pickerl,  in die Stadt fahren darf und kann.

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Datum: Sonntag, 27. Juni 2010 8:00
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