Maßnahmen gegen günstige Internetangebote!

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe will gemeinsam mit den Autoherstellern gegen Autohändler vorgehen, die im Internet Neuwagen mit 15 Prozent und mehr Nachlass verkaufen. Dies ist oft eine Täuschung und schadet auch dem Image der Marke.

Wie dies möglich ist? Ganz einfach: Die über den hohen Preisnachlass angelockten Kunden werden vertröstet. Die betreffenden Fahrzeuge hätten schon alle einen Käufer gefunden, doch es gebe ja noch andere sehr günstige Angebote. Das heißt, die Interessenten werden auf andere, etwas teurere oder weniger attraktive Modelle „umgedreht“. Wer dieses Spiel nicht mitmacht, gehe danach zum örtlichen Autohändler und fordere mit Verweis auf das vermeintlich günstige Internetangebot einen entsprechenden Preisnachlass. Immer mehr Autofahrer würden dies auch direkt machen, also nicht erst beim Internetanbieter nachfragen.

Die Händler lasen sich dann oftmals auf dieses Spiel ein, damit sie wenigstens noch beim Werkstattservice etwas verdienen wollen, erklärte ZDK-Präsident Robert Rademacher. Doch wenn man ehrlich ist, bleibt nur ein Verlust. Ein Händler muss dann nämlich ungedeckte Kosten übernehmen wie zum Beispiel Ausstellung von Fahrzeug, Kundenberatung, Fahrzeuge für Probefahrten.

Rademacher ist der Meinung, dass jeder Autohändler der auf sich und seine Marke etwas hält den Internetverkauf nicht dulden kann. Man muss dafür sorgen, dass es diese extrem günstigen Angebote nicht mehr gibt. Rademacher ist davon überzeugt, dass es dafür bald eine Lösung geben wird. Man könnte sich vorstellen, dass man den betreffenden Händlerkollegen den Händlervertag kündigt. Dies bleibt aber sicher nicht die einzige Maßnahme.



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Datum: Dienstag, 10. Januar 2012 12:00
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