Echter Unfall gefährlicher als Crashtest!

Aktuell wurden zwei moderne 5-Sterne-Fahrzeuge Peugeot 308 und Ford Fiesta mit 56 km/h und rund 40 Prozent Überdeckung gegeneinandergefahren. Vorangegangene Fahrvermessungen hatten gezeigt, dass die Geometrien der beiden Fahrzeugfronten nicht optimal zusammenpassen. „Aus der Unfallforschung wissen wir, dass Autoinsassen oftmals verletzt werden, weil sich beim Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen die tragenden Strukturen der Autos verfehlen“, sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

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Erwartungsgemäß ernüchternd fiel das Testergebnis aus. Beim Euro NCAP wurde das Verletzungsrisiko der Fahrer für Peugeot 308 und Ford Fiesta noch mit gering (Brust und Unterschenkel) bis sehr gering (Becken, Oberschenkel und Kopf) eingestuft. Im ÖAMTC-Kompatibilitätstest stellte sich die Situation anders dar. Das Verletzungsrisiko steigert sich demnach besonders im Bereich von Brust, Becken und Oberschenkel. Beim Peugeot konnte die Fahrertüre nur mehr mit Bergewerkzeugen geöffnet werden.

Die eigentlichen Crashstrukturen haben sich verfehlt und die Belastung wurde an Stellen in das Fahrzeug eingeleitet, die nicht für diese Last ausgelegt ist. Daher mahnt der ÖAMTC: Die Hersteller sollten bei der Planung der Autos mehr Augenmerk auf die Gestaltung der vorderen Strukturen legen. Dabei geht es u.a. um die Anpassung der Pkw untereinander und die Ausweitung der crashrelevanten Strukturen über die gesamte Fahrzeugbreite.

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Datum: Donnerstag, 4. November 2010 8:00
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