VW ein „Klotz am Bein“

Wie soll das nur weitergehen mit Suzuki und Volkswagen? Suzuki fühlt sich in seiner Ehre verletzt und VW ist der Meinung im Recht zu sein.

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Suzuki verlangen von Volkswagen, den Vorwurf der Vertragsverletzung bis zum Monatsende ultimativ zurückzunehmen. „Suzuki hat unsere Vereinbarung nie gebrochen“, beteuerte Konzernchef Osamu Suzuki. Die Behauptung, dass fremde Motoren bestellt wurden ist nicht richtig und somit verletzen wir auch nicht den gemeinsamen Rahmenvertrag. Diese Aussage beschädige den Ruf des Kleinwagen-Spezialisten aus Fernost.

„Die Mitteilung von Volkswagen erschwert unsere Bemühungen, attraktive Produkte zu entwickeln, und verunglimpft die Ehre Suzukis beträchtlich“, beschwerte sich der Vorstandschef. Dies wurde auch schriftlich dem Kollegen, Martin Winterkorn, VW-Chef, mitgeteilt.

„Volkswagen kann nicht nachvollziehen, dass die Einforderung vertraglich festgelegter Rechte „rufschädigend“ sein soll“, erklärte ein Sprecher. Wenn Suzuki Dieselmotoren von Fiat kauft, ist dies ein Vertragsbruch. Daher habe VW eine Anzeige auf Vertragsverletzung gemacht.

VW und Suzuki hatten im Dezember 2009 eine Partnerschaft in Form einer sogenannten Überkreuzbeteiligung geschlossen. Dies bedeutet, Vokswagen übernahmen knapp 20 Prozent von Suzuki, umgekehrt kauften die Japaner 1,5 Prozent von den Deutschen. Leider sit aber seit dem nächst produktives dabei herausgekommen.

Vor knapp einer Woche dann, spitze sich die Situation zu. Suzuki reagiert auf die Anzeige sehr erbosst und kündigete den Ausstieg an. Gleichzeitig fördern sie von volkswagen die Aktienpakete zurückzugeben. Winterkorn sieht das anders und räumte Suzuki eine mehrwöchige Frist zur Stellungnahme ein.

„Diese Partnerschaft liefert uns nicht den erwarteten Nutzen, sondern erwies sich für unsere Unabhängigkeit als Klotz am Bein“, meinte Firmenpatriarch Suzuki. VW habe auch nicht im dem Maß Technologien zur Verfügung gestellt, das man sich erhofft habe. Doch genau das war ja der Grund für die Zusammenarbeit. Suzuki sieht kein zurück mehr die Partnerschaft muss beendet werden.

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VW bestätigte, dass das Schreiben von Suzuki eingetroffen ist. „Es handelt sich nach unserer Auffassung um internen Schriftverkehr, der auch so behandelt werden sollte. Derlei plakative Aktionen sind wenig hilfreich. Wir werden uns an dieser öffentlichen Debatte nicht beteiligen.“

Auch die Japaner wollten keine Details aus der Beschwerde-Post nennen. Nur, VW habe Anforderungen für zugelieferte Motoren aus dem eigenen Haus selbst nach mehrmonatigen Gesprächen nicht einhalten können. Als Alternativlösung habe man Suzuki gebeten, Dieselaggregate von VW und Fiat miteinander zu vergleichen. Es sei absolut unangemessen, wenn der deutsche Partner nun plötzlich meine, dass dieses Verfahren die Rahmenvereinbarung untergrabe.

Eigentlich wollte man gemeinsam den indieschen Markt erobern. „Wir können es dort auch allein“, sagte Winterkorn auf der IAA. Das Engagement bei Suzuki bleibe aber bestehen. Suzuki wiederum kündigte an, im Bundesstaat Gujarat auf eigene Faust ein neues Werk zu planen.



Man darf gespannt sein wie es in diesm Krieg weitergeht.

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Datum: Mittwoch, 19. Oktober 2011 8:00
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