Dachboxen halten nicht immer das, was sie versprechen

Eine schlechte Dachbox kann unter Umständen für Autofahrer schlimme Unfallfolgen verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC, der acht Fabrikate getestet hat. Insgesamt haben vier mit „gut“ und drei mit der Note „befriedigend“ abgeschnitten. Laut Automobilclub eignet sich nicht jede Dachbox für einen Skiurlaub. Entweder seien sie 30 Prozent kleiner als angegeben gewesen oder bei Frost werde das Material sehr spröde, begründeten die Tester.

Ein „mangelhaft“ beim Test hat die MAC Daytona 500 erhalten. Beim Crash sind die Skier durchgeschlagen und die Box wurde zum Geschoss. Für kalte Temperaturen sei sie zudem wenig geeignet, meint der ADAC. Der Kältetest bei minus 20 Grad Celsius riss ein großes Loch in den Deckel. Wie die Halter richtig angebracht werden, sei in der Montageanleitung nicht ausreichend beschrieben.

Bei hochbauenden Autos schlecht zu montieren ist nach Meinung des ADAC auch die Kamei Husky XXL, dafür sei sie aber sehr geräumig. Beim Ausweichtest verrutschte neben der MAC Daytona (Kaufpreis 180 Euro) auch die Atera Certo 560 (520 Euro). Die Klemmkraft der Befestigung reichte nicht aus, ansonsten sei die Verarbeitung und Handhabung dieses Huckepack-Stauraums überdurchschnittlich gut.

Trotz falscher Größenangabe wurde die Thule Dynamic 800 mit der Note 2,0 Testsieger. Damit war die teuerste Box im ADAC-Test auch die beste. Wer weiß, dass die Thule Dynamic 800 ein Drittel weniger Stauraum biete als vom Hersteller ausgewiesen, fahre ansonsten gut damit, ist der ADAC der Meinung. Die nahezu perfekte Verarbeitung und Handhabung des Testsiegers überzeuge. Durch ein Schnellspannsystem sei sie einfach zu bedienen, ein beidseitig zu öffnender Deckel erleichtere die Be- und Entladung.

Die zweitplatzierte Jetbag Family 455 von A.T.U. liege preislich deutlich günstiger und sei sehr leicht. Nachteil: Sie lasse sich nur einseitig öffnen und könne nicht alleine montiert werden. Grundsätzlich sollte nach Ansicht des Clubs als Schlussfolgerungen aus dem Test beachtet werden, dass man beim Transport von Skiern mit einer Dachbox Decken unter die scharfen Kanten legt und den vorderen Bereich mit Taschen oder Decken ausstopft. Empfehlenswert sei zudem, die Skilänge vorher zu messen und beim Kauf genauer auf die Größe der Dachbox achtet. Wer eine bequeme Montage schätzt, sollte auf Schnellverschlüsse zurückgreifen.

 

 


 

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Datum: Freitag, 30. Dezember 2011 12:00
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