Achtung: Tacho-Trickserei am Gebrauchtwagen

Tacho-Trickserein sind bei Gebrauchtwagen leider an der Tagesordnung. Die Manipulation des Kilometerzählwerks ist dabei kein Kavaliersdelikt mehr, sondern längst ein Betätigungsfeld für organisierte Kriminelle. Das zeigt der Fall „Tacho-Mafia“, die vor kurzem der Münchner Kriminalpolizei ins Netz gegangen ist und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Die Experten sind der Meinung, dass die sieben Millionen Gebrauchtwagen, die in Deutschland jährlich den Besitzer wechseln, viel mehr Kilometer haben als der Tacho anzeigt. Der  dadurch entstandene Schaden wird auf 5,4 Millionen Euro geschätzt.

Um sich davor zu schützen, kann sich derjenige, der solch bei Anbietern wie www.carfax.eu eine Fahrzeughistorie in form eines Online-Lebenslaufes für sein Traumauto kommen lässt. Und das ist echt nicht schlecht. Darin findet man Informationen wie Kilometerstand, Reparaturen, Zahl der Vorbesitzer und Unfallschäden der jeweiligen Autos. Zudem kann der Abgleich der spezifischen Daten des Gebrauchtwagens mit dem Datenbestand helfen, aus typischen Informationen wie Laufleistung und Standzeit Hinweise auf einen heruntergeschraubten Tachostand herauszulesen. Der Nachteil, diese Lebensläufe sind hauptsächlich für US-Import-Fahrzeuge zu haben und kosten 25 Euro.

Bis dies auch in Deutschland flächendeckend zu bekommen ist, kann einen ein Kfz-Sachverständiger weiterhelfen. Dieser kann durch Lackzustand oder Abnutzungsgrad der Sitzpolster erkennen, ob der angegebene Kilometerstand stimmen kann oder nicht. Aber auch ein Blick in das Servicescheckheft oder unter die Motorhaube verrät so einiges. Wenn man sich nicht sicher ist ob alles korrekt ist, sollte man besser die Finger davon lassen.

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Datum: Mittwoch, 30. März 2011 8:00
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