FORMEL 1: Die neuen Regeln und Vorschriften für 2019

Die neue Formel-1-Saison beginnt dieses Wochenende mit dem Grand Prix von Australien und nicht nur die Fahrer sind schon richtig heiß darauf. Während Buchmacher erneut in Mercedes und Lewis Hamilton die großen Favoriten auf den heurigen Titelgewinn sehen ( Online Sportwetten Anbieter Betway bietet für den Briten aktuell eine Quote 2.20, gefolgt von Sebastian Vettel mit 2.75 sowie Charles Leclerc mit 5.00; Stand: 12.03.2019) hat sich jedoch um das Rundherum der Königsklasse wieder viel getan. Honda hat seine F1-Abteilung durch die Schaffung eines neuen Chefpostens gestärkt und Ferrari entfernt kurz vor Saisonstart den Titelsponsor Mission Winnow von beiden Boliden.

Ein neues Jahr in der Formel 1 bedeuten wie immer aber auch ein neues Reglement sowie diverse neue Bestimmungen, welche sowohl für Fahrer, Autos als auch die Reifen gelten. Die Änderungen heuer sollen die Grundlage bilden, um die Königsklasse des Rennsports bis 2021 noch wettbewerbsfähiger zu machen. Die Autos werden heuer in manchen Bereichen deutlich anders aussehen, in anderen Bereichen wiederum sind die Veränderungen etwas subtiler, besitzen jedoch trotzdem eine große Wirkung. Hier finden Sie eine Zusammenfassung aller Informationen, die Sie über die Bestimmungen der neuen F1-Saison wissen müssen:

 

NEUE FRONTFLÜGEL

Ein breiterer, höherer und extrem vereinfachter Frontflügel wurde entwickelt, um die Verfolgung von Fahrern zu erleichtern sowie die Überholmöglichkeiten zu steigern. Der neue Flügel ist um 200 mm breiter sowie 20 mm höher – außerdem wurde er noch dazu um 25 mm nach vorne verschoben.

Komplexe Endplatten, die den Luftstrom um die Vorderreifen herum hinauswaschen, sind heuer verboten.

Außerdem sind die Planken am Unterflügel, die an den 2018er-Fahrzeugen zu sehen waren, jetzt auf beiden Seiten begrenzt, was bedeutet, dass mehr Luft in den Unterboden geleitet werden kann. Dadurch wird das Fahrzeug weniger anfällig für aerodynamische Störungen, mit denen nachfolgende Fahrer oft zu kämpfen haben.


NEUE BARGEBOARDS

Heuer gibt es kleinere sowie neu positionierte Bargeboards, um diese weniger leistungsfähig, jedoch gleichzeitig auch weniger Anfällig für aerodynamische Störungen zu machen. Die Bargeboards sind 150 mm niedriger als letzte Saison und wurden um 100 mm weiter nach vorne verschoben, um den Luftstrom aus dem Frontflügel besser zu verarbeiten.


NEUER HECKFLÜGEL

Ein höherer, breiterer und einfacherer Heckflügel dient diese Saison dazu, das Racing stärker zu fördern. Der Flügel ist 20 mm höher sowie 100 mm breiter und kreiert dank des erweiterten Tragwerks ein größeres Loch in der Luft – zum Vorteil jener Autos, die versuchen, dahinter im Windschatten zu fahren.

Darüber hinaus ist auch die DRS-Öffnung um 20 mm erweitert worden, was die potenzielle Leistung um etwa 25 Prozent steigert. Die druckausgleichenden Endplattenschlitze von 2018 hingegen wurden heuer limitiert.


NEUE BREMSSCHÄCHTE

Die neuen Bremsschächte präsentieren sich diese Saison in einem vereinfachten Design, um die aerodynamische Nutzung dieser zu reduzieren. Einschränkungen bei komplexen Designs bedeuten für Aerodynamiker häufig weniger Bewegungsspielraum bei der Entwicklung. Die Änderung bedeutet gleichzeitig aber auch weniger Abtrieb bei der Verfolgung anderer Fahrzeuge.

 

ÜBERARBEITETE REIFENFARBEN

Statt der Regenbogenfarben, die 2018 noch verwendet wurden, wird Pirelli 2019 nur mehr 3 Farben für die Reifen verwenden. Dies soll dazu beitragen, dass die angewendete Strategie noch besser für Fans erkennbar ist.

Jeder Grand Prix wird ab jetzt einfach mit einem weiß markierten harten Reifen, einem gelb markierten Medium-Reifen sowie einem rot markierten weichen Reifen gefahren. Die tatsächlichen Mischungen, die für diese drei Typen verwendet werden, ändern sich jedoch je nach Strecke, wobei Pirelli fünf zur Auswahl anbietet. C1 ist die härteste, C5 die weichste Mischung.


BIOMETRISCHE HANDSCHUHE

Fahrer müssen ab heuer biometrische Handschuhe tragen. Dies dient zur Erhöhung der Sicherheit sowie zur Unterstützung bei medizinischen Rettungsmaßnahmen.

Die von der Sicherheitsabteilung der FIA entwickelten Handschuhe verfügen über Sensoren, die in den Stoff eingenäht sind und die Pulsfrequenz des Fahrers sowie den Sauerstoffgehalt in seinem Blut überwachen. Diese potenziell lebensrettenden Daten werden sowohl vor, während als auch nach einem Unfall an das medizinische Team der jeweiligen Strecke übermittelt.

RÜCKLICHTER AN DER ENDPLATTE DES HECKFLÜGELS

Heuer gibt es außerdem zwei zusätzliche Rücklichter am Heckflügel – nämlich eines an jeder Endplatte. Dies dient dazu, die Sichtbarkeit von Autos bei schlechten Wetterbedingungen zu verbessern und somit auch die allgemeine Sicherheit zu erhöhen.

Neben der herkömmlichen Heckleuchte müssen die Fahrzeuge nun an jedem Heckflügel zusätzlich über eine LED-Leuchte verfügen. Diese muss jederzeit aktiv sein, sobald ein Fahrer Intermediates oder Regenreifen verwendet.


ERHÖHTE KRAFTSTOFFZULASSUNG

Die Fahrer können ab dieser Saison im Rennen bis zu 110 kg Kraftstoff verbrauchen – 2018 waren es zum Vergleich noch 105 kg gewesen. Sie dürfen also nun den Motor jederzeit mit voller Leistung nutzen und müssen sich nicht mehr so ​​viel Sorgen um den Kraftstoffverbrauch machen. Insbesondere in der Schlussphase kann somit aggressiver vorgegangen werden, wodurch sich die FIA einen Spannungsanstieg in den letzten Runden eines jeden Grand Prix erhofft.


STÄRKERE HELME

Ab heuer gibt es neue, strengere Anforderungen, was die Helme betrifft. Ab 2019 müssen alle Helme dem neuen Standard FIA 8860-2018 entsprechen. Die Entwicklung des neuen ultra-schützenden Designs dauerte über ein Jahrzehnt und bietet eine Reihe wichtiger Sicherheitsvorteile, einschließlich fortgeschrittenem ballistischem Schutz sowie erhöhter Energieaufnahme.

Die Vorderseite des Visiers wurde um 10 mm abgesenkt, um die mit dem Aufprall von Ablagerungen verbundenen Risiken zu reduzieren, während die Helmschale aus hochentwickelten Verbundwerkstoffen besteht, um eine verbesserte Beständigkeit gegenüber Quetschungen und Durchschlag zu gewährleisten.


AUTO- UND FAHRERGEWICHT

Das Gewicht des Fahrers wird jetzt getrennt vom Fahrzeug behandelt, damit schwerere Fahrer durch die Gewichtsvorschriften nicht mehr benachteiligt werden. Das Mindestgewicht des Autos ohne Kraftstoff wurde von 733 kg auf 740 kg leicht angehoben. Noch wichtiger ist, dass mindestens 80 kg davon aus dem Fahrer selbst, seinem Sitz sowie seiner Fahrausrüstung bestehen müssen.

Leichtere Fahrer können die 80-kg-Schwelle durch Hinzufügen von Ballast erreichen, aber entscheidend ist, dass dieser Ballast im unmittelbaren Cockpitbereich platziert werden muss – dieser kann nicht an anderer Stelle im Fahrzeug verwendet werden, da dies als Versuch genützt werden könnte, um das Gleichgewicht zu verbessern.


VERSCHIEDENES

 

Selbstabnahme: Zu Beginn des Grand-Prix-Wochenendes werden Autos nicht mehr im traditionellen Sinne einer technischen Abnahme unterzogen. Die Teams müssen stattdessen eine Erklärung unterschreiben, dass sie die Regeln befolgen. Die Stewards können natürlich jederzeit stichprobenartig Überprüfungen durchführen.

Signal fürs Rennende: Die traditionelle Zielflagge wird auch weiterhin geschwenkt, aber als offizielles Signal für das Rennende dient jetzt eine karierte Lichttafel.


Modifikationen an den Spiegeln:
Es gibt kleine Änderungen bei den Rückspiegel-Regularien im Hinblick auf die Verwendung des größeren Heckflügel, damit auch weiterhin ausreichend gute Sicht nach hinten gewährleistet ist.

Bordkamera: Die Bordkamerarichtlinien wurden geändert, um das TV-Spektakel zu verbessern.


Schleppleinen-Regel:
Das Überholen bei einem Neustart des Rennens ist erst zulässig, sobald ein Fahrer die Ziellinie überquert hat und nicht wie zuvor die vorgezogene Safety-Car-Linie.

 

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Datum: Dienstag, 19. März 2019 19:34
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