Afrika ist eine Müllhalde für alte europäische Autos

Afrika als Müllhalde für EU-Autos

Was in Deutschland und in vielen anderen EU-Staaten passierte, ist wohl einzigartig in der Geschichte. Der Diesel-Skandal verursachte eine solche massenhafte Autoschwemme, wie noch nie zuvor. Dieselautos wurden massenhaft abgestoßen. Die Regierungen ruderten wild, kopflos umher und machten aus einem kleinen Problem einen riesigen Elefanten, der letztlich auf den Köpfen der Bürger ausgetragen wurde. Aber nicht nur auf den Köpfen der EU-Bürger. Schnell fand sich ein weiteres lohnendes Geschäftsmodell. Afrika ist eine Müllhalde für alte europäische Autos und zugleich ein gewinnbringendes Business.

Afrika als Müllhalde für die EU

Schrottautos wurden schon seit vielen Jahrzehnten nach Afrika verschifft. Ganze Ladungen wurden aufgekauft. Der Zustand der Mobile war dabei nicht entscheidend.  Hauptsache das Auto konnte noch irgendwie fahren. In Afrika freute man sich über die günstigen vier Räder.

Besonders groß war die Freude vor kurzem. Dieselfahrzeuge in der EU, besonders in Deutschland, wurden auf einmal wertlos. Der Wiederverkaufswert sackte in den Boden. Selbst fast nagelneue Fahrzeuge konnten plötzlich nicht mehr verkauft werden. Für die großen Autokonzerne bedeutete das Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe. Betroffen waren aber vor allem die Autokäufer, die nun ganz alleine mit ihrem wertlosen Diesel dastanden. Wertlos? Wertlos deshalb, da der Dieses nun verteufelt wurde.

Am Ende kamen dann die findigen Geschäftsleute, die sowieso schon seit Jahren den Schrott nach Afrika transportierten. Nur dieses Mal hatten sie keinen Schrott, sondern teilweise hochwertige Mobile in den Container. Auf den ersten Blick wirkte das wie ein Supergeschäft für die Afrikaner.

Luftverschmutzung ein großes Problem

Während in Europa die Luftverschmutzung zwar ein großes, aber noch übersichtliches Problem darstellt, sieht das in Afrika ganz anders aus. Mit Blick auf die boomenden Metropolen wie zum Beispiel Nairobi, nimmt die Luftverschmutzung konsequent zu. Die Temperaturen liegen höher, wodurch das Problem noch einmal verschärft wird.

Die europäischen Diesel wandern nun immer öfters in diese Länder. Die Afrikaner freuen sich, wissen aber in den meisten Fällen nicht, dass ihre Fahrzeuge schädliche Giftstoffe in erheblichem Umfange ausstoßen. Vor allem in der dritten Welt nimmt die Luftverschmutzung beinahe täglich zu. Das liegt auch daran, dass es in diesen Ländern keine Grenzwerte, noch entsprechende Gesetze gibt.

Müllplatz in der Dritten Welt

Die Dritte Welt eignet sich damit ideal, um sie weiterhin als Müllhalde zu benutzen. Umweltverbände und die WHO kritisieren schon seit vielen Jahren, dass es kein härteres Durchgreifen in der EU gibt. Nach wie vor landet der Müll in Afrika. Dabei handelt es sich nicht nur im die Schrottautos oder die Dieselfahrzeuge, sondern um praktisch jede Art von Müll, die sich dort günstig oder gewinnbringend entsorgen lässt.

 

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Datum: Donnerstag, 30. Mai 2019 17:29
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