Hunde im Auto – Hunde richtig transportieren

Wie transportiert man Hunde im Auto richtig?

Wie sichere ich meinen Hund im Auto richtig?

 

 

Der Hund, sei er noch so klein, sollte im Auto gesichert sein!

21 Prozent der Autofahrer die einen Hund besitzen, sichern das Tier im Auto nicht, dies geht aus einer Umfrage in Österreich hervor.

Bei einem Unfall kann das Tier leicht zu einem Wurfgeschoß werden und die fehlende Sicherung von Hunden im Auto ist auf gar keinen Fall ein Kavaliersdelikt.

Natürlich ist jede einzelne Sicherung keine Garantie dafür, dass dem Hund nicht passiert, aber wer sein Tier sichert, schützt in jedem Fall das eigene Leben und mindert die Verletzungsgefahr des Vierbeiners.

Das Gesetz sagt folgendes:

Im Gesetz ist ausdrücklich geregelt, dass Tiere keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden (§ 285a ABGB). Die für Sachen geltenden Vorschriften sind auf Tiere jedoch insoweit anzuwenden, als es keine abweichenden Regelungen gibt. In Österreich kommen die allgemeinen Regelungen für die Ladungssicherung zur Anwendung, als muss die Ladung im Fahrzeug so verwahrt oder durch geeignete Mittel gesichert werden, dass sie den im normalen Fahrbetrieb auftretenden Kräften standhält und der sichere Betrieb des Fahrzeuges beeinträchtigt und niemand gefährdet wird. Bei einem Verstoß drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu 5.000 Euro 8gem. § 101 Abs 1 lit e KFG).

Laut § 30a Abs 2 Z 12 FSG ist es ein Vormerkdelikt (wie auch bei der mangelnden Kindersicherung), wenn beim Lenken eines Fahrzeuges dessen technischer Zustand oder dessen nicht entsprechend gesicherte Ladung eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellt, sofern dieses dem Lenker vor Fahrtantritt hätte auffallen müssen. Für einen sicheren und straffreien Transport sind Hundebox, Hundegitter, Hundenetz aber auch eine (Hunde-) Sicherheitsgurt geeignet.

Hierzu gibt es auch noch im ABGB (§ 1320) eine Tierhalterhaftungsbestimmung.
Wenn man den Hund nicht ordentlich verwahrt, drohen daher im Schadensfall auch zivilrechtliche Haftungsfolgen.

Achtung bei einem Unfall

Bei einem Ernstfall, kann da ein 30 Kilo Hund zur fliegenden Tonne im Innenraum des Autos werden, wie ein Aufpralltest mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h beweist. Ein ausgewachsener Golden Retriever würde bei einer Notbremsung mit dem Dreißigfachen seines Gewichtes nach vorne geschleudert werden. Das entspricht fast dem Gewicht einer Tonne.

Somit sollte das Grund genung sein, um die Vierbeiner ordentlich zu sichern.

Tipps für den Hundetransport:

Hund im Auto sichern
Vor einer längeren Fahrt sollt der Hund nicht ausgiebig fressen
Frisches Wasser mitnehmen
Mindestens alle zwei Stunden Pauschen machen und für Auslauf sorgen

Welche Transportmöglichkeit ist die Richtige?

Gurt, Box oder Netz?

Die Vorteile und Nachteile von Gurt, Box und Netz:

Gurt:

Vorteil:

Leichte Handhabung. Das Tier wird bei einem Unfall nur so weit vorgeschleudert, wie die Gurtlänge es zulässt. Reduzierte Belastung auf dem Brustkorb des Tieres.

Nachteil:

Verletzungsgefahr bei schweren Zusammenstößen. Gurte mit geringer Festigkeit können bei einem Aufprall reißen. Das Tier könnte durch einen größeren Bewegungsfreiraum den Fahrer stören.

Transportbox:

Vorteil:

Das Tier kann den Fahrer nicht stören. Im Falle eines Unfalles entsteht keine Behinderung durch das Tier bei der Rettung. Bei vorheriger Boxgewöhnung gibt es keine Nervosität beim Tier während der Fahrt.

Nachteil:

Eingewöhnungsphase für das Tier. Bei nicht korrekter Sicherung der Box ist die Egenstabilität unzureichend. Bei größeren bzw. schwereren Boxen umständliche Handhabung.

Netz:

Vorteil:

Das Tier kann den Fahrer nicht stören. Zusätzlicher Ladungssicherungsschutz. Bei stabilem Begrenzungsgitter ist eine Verletzungsgefährdung der Insassen nicht zu erwarten.

Nachteil:

Bei größerem Kofferraum kann das Tier bei einem Aufprall herumgeschleudert werden.

Quelle: Arbö

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Datum: Donnerstag, 12. Juni 2014 9:00
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