Das Auto selbst reparieren und bis zu 75% sparen

Mindestens zwei Mal im Jahr steht der Reifenwechsel an. Eine Lampe quittiert den Dienst. Der Scheibenwischer wischt nicht mehr. Aus der Klimaanlage kommt nur noch warme Luft. Die Bremsen machen seltsame Geräusche. Warnleuchten blinken immer wieder auf. Oder der Motor startet gar nicht mehr, weil die Batterie hinüber ist. Diese und ähnliche Situationen kennen wohl alle Autofahrer. Ruft man dann sofort den Pannendienst oder fährt in die Fachwerkstatt, wird es schnell sehr teuer. Seit Jahren steigen hier die Preise rapide an. Aber kann man heute an einem modernen als Laie Auto überhaupt noch etwas reparieren? Die Fachwerkstatt wird natürlich davon abraten, selbst kleinste Reparaturen in Eigenregie durchzuführen. Schließlich, so oft die Argumentation, stecke heutzutage in Autos so viel Elektronik und Knowhow, dass man ohne Fachausbildung nicht einmal eine Glühbirne problemlos wechseln könne. Doch das stimmt so nicht.

Sicherlich sollte niemand versuchen, ohne fachkundiges Wissen sicherheitsrelevante Ausbesserungen an einem Fahrzeug vorzunehmen. Bei Problemen zum Beispiel mit Lenkung, Stoßdämpfern, Bremsen oder Getriebe sollte besser der Fachmann ran. Hier kann selbst ein kleiner Fehler gravierende Folgen haben. Und wenn man gar nicht so recht weiß, was eigentlich kaputt ist, sollte man sich ebenfalls besser an die Werkstatt seines Vertrauens wenden, statt wild darauf los zu schrauben.

Viele kleinere Reparaturen lassen sich jedoch ganz problemlos selbst durchführen. Mit dem richtigen Werkzeug und bei korrekter Entsorgung der verschlissenen Teile kann jedermann in der heimischen Garage kleine Schäden am Lack ausbessern, abgenutzte Wischblätter austauschen, Öl, Wischwasser und Kühlflüssigkeit nachfüllen, eine leere Batterie neu aufladen oder Reifen wechseln. Die meisten dieser Arbeiten erlernt man auch in der Fahrschule. Wer sich ein wenig mehr mit der Materie beschäftigt und das entsprechende Werkzeug zur Hand hat, kann ebenso problemlos eine defekte Batterie austauschen, einen Ölwechsel machen, je nach Fahrzeugmodell Glühbirnen und Sicherungen erneuern oder Zündkerzen wechseln.

Und auch komplexere Reparaturen kann jeder für kleines Geld selbst durchführen. Seit einigen Jahren boomt der Markt für Selbsthilfewerkstätten. Neben professionellem Equipment zum Auslesen der Steuergeräte der Fahrzeuge über spezielles Werkzeug bis hin zu Hebebühnen, die kostengünstig angemietet werden können, stehen hier auch fachliche Experten gegen geringe Kosten zur Verfügung. Geschraubt wird dann zwar ebenfalls selbst, aber bei Bedarf unter fachlicher Anleitung von Kfz-Meistern, Lackierern, Elektronik-Experten oder Karosseriebauern. So lassen sich mit ein wenig Eigeninitiative schnell bis zu 75% der Reparaturkosten einsparen. Der Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung bleibt einem übrigens auch hier immer erhalten. Lediglich bei grober Fahrlässigkeit kann man im Falle eines dadurch verursachten Unfalles zur Verantwortung gezogen werden.

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Datum: Montag, 21. August 2017 13:45
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