Autos müssen leichter werden

Gleich nach der Karosserie ist das Fahrwerk die schwerste Baugruppe. Somit ist die Autobranche bemüht um einen Leichtbau. Dazu gehören nun auch die Dämpfer und Achsen. Durch diese Diät sinkt der Kraftstoffverbrauch, der nicht nur für unsere Geldbörse wichtig ist sondern auch für die Umwelt, erhöhen sich die Fahrdynamik, der Komfort und die Sicherheit.

Der VW Lupo war schon im Jahr 1999 das Sparwunder. 3 Liter auf ein Leichtbau-Fahrwerk war das besondere. Bei den Feder- und Dämpferbauteilen wurde Stahl getauscht durch Aluminium und somit wurden gleich ein paar Kilo eingespart. Je 100 Kilogramm Gewichtsreduzierung sinkt der Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,5 Liter bzw. 3,5 g CO2.  Das sind aber nicht die einzigen Vorteile, denn durch weniger Gewicht wird das Auto auch agiler und gleichzeitig komfortabler.

Der VW Lupo soll aber nur der erste Versuch gewesen sein. Die Entwicklungsingenieure vom Zulieferer ZF waren maßgeblich beim VW Lupo beteiligt und genau diese Leute wollen nun dieses Gewicht noch mal halbieren. Helfen soll dabei ein neuartiges Leichtbaumaterial sowie neue Konstruktionsweisen. So kann man heutzutage Kolbenstangen in Dämpfern hohl statt Vollmaterial gefertigt werden. Man kann aber auch leichte Einrohrdämpfer anstelle von Zweirohrdämpfern verwenden. Diese sind zwar etwas länger, dafür aber leichter und können besser gekühlt werden.

Aber auch bei der Konstruktion kann man sparen. Wie? Man fast die Funktionen zusammen. Wie zum Beispiel die so genannte „Balgfeder“, die vom Automobilzulieferer aus Friedrichshafen stammt. Diese Balgfeder ist aus Faserverstärktem Kunststoff und übernimmt nicht nur die Aufgabe der Tragfeder sondern ersetzt auch den bisherigen Faltenblag zum Schutz der hydraulischen Komponenten. Man kann auch auf  Rostschutz verzichten, da sie gegen Korrosion unempfindlich ist. Aber es gibt noch ein zweites Konzept. Ein ultraleichtes Federbein-Radträger-Modul aus Faserverbundwerkstoffen. Das ist eine Technik die vorerst nur für Kleinst- und Kleinwagen konzipiert wurde. Diese zunächst für Kleinst- und Kleinwagen konzipierte Technik integriert den Radträger komplett in das Federbeinmodul und erschließt dadurch zusätzlich zum Einsatz einzelner Stahlkomponenten weiteres Leichtbaupotenzial.

Durch all diese Erkenntnisse erhoffen sich die Fahrwerksentwickler, dass das Gewicht pro Achse und rund acht Kilo weniger wird. Das wiederum mit leichteren Karosserien, Antrieben und Elektronik-Komponenten die Autos spürbar leichter werden sollen. Man hofft das sich da bald etwas tut, denn im Moment wird das Gewicht eher immer mehr als weniger.

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Datum: Donnerstag, 15. April 2010 14:00
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