Dacia profitiert von der Krise

Nicht alle hatten mit der Krise Probleme. Dacia dagegen hat voll profitiert. Der rumänische Billigwagen aus dem französischen Renault-Konzern schaffte  im Jahr 2009 ein Plus von 20 Prozent. Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Absatzmärkte geworden.

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Mit Hilfe der Abwrackprämie ist der Dacia Logan auf Deutschen Strassen nicht mehr wegzudenken. Der Dacia Logan wurde 84.708 Mal in Deutschland verkauft. Das entspricht einer Steigerung von 231 Prozent auf dem deutschen Auto-Markt. Somit ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt für das Billigauto geworden. Gefolgt von Frankreich dem Heimatland von Renault. In Frankreich erreichte der Dacia Logan eine Steigerung von 51 Prozent.

Ganz im Gegenteil zum Heimatland Rumänien. Hier musste der Logan einen gewaltigen Einbruch hinnehmen. Im eigenen Land wurde er gerade mal 42.000 Mal verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 50 Prozent. Zwar gab es in Rumänien auch eine Abwrackprämie, allerdings betrug diese nur 900 Euro. Im Vergleich zu Deutschland mit 2.500 Euro ist dies nicht sehr viel.

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Insgesamt 311.000 Modelle wurden verkauft und davon 201.000  in Westeuropa. Aber auch die Entwicklungsländer holen auf. Algerien mit 17.000 Logans und Türkei mit 9.700 Logans liegen noch vor Spanien, Österreich und Belgien. Alles in allem wird der Logan in 50 Ländern zum Verkauf angeboten.

Das dieser Erfolg den Mutterkonzern freut liegt auf der Hand. Können sie mit dem Plus von 20 Prozent ja auch das Loch von Renault stopfen. Renault verkaufte immerhin um 3 Prozent weniger Autos als im Vorjahr. Für Renault machte sich somit die Investition von 1,5 Milliarden Euro schon bezahlt.

Dacia weiß aber auch das man sich auf dem Erfolg nicht ausruhen darf. Seit Juni 2004 hat der Autobauer fünf Automodelle herausgebracht. An einem neuen Modell wird gerade gearbeitet. Dies soll ein Allrad-Modell werden –  der Dacia Duster. Dabei soll die Technik von Nissan helfen. Der Duster wird im Frühjahr auf den Markt kommen, und das in Europa, Türkei, Algerien und Marokko. Geschätzter Preis 15.000 Euro. Israel, Ägypten und einige afrikanische Länder werden im Sommer dazukommen. Dort wird er wahrscheinlich teilweise unter der Marke Renault verkauft.

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Aber auch die Produktion wird ausgeweitet. Bis jetzt wurde der Logan in Rumänien, Marokko, Russland, Kolumbien, dem Iran und in Indien produziert. Für den lateinamerikanischen Bereich soll ab 2011 der Duster in Brasilien produziert werden. Aber auch in Moskau soll er vom Band laufen. In Marokko wird eine zweite Dacia-Fabrik 2012 kommen. In der neuen und zweiten Fabrik sollen dann 400.000 Autos pro Jahr vom Band laufen. Dies wird Renault sicher eine neuerliche Investition von einer Milliarde Euro kosten.


Rumänien tritt aber nicht in den Hintergrund. Renault Technologie Roumanie ist das einzige Automobilentwicklungszentrum Osteuropas. Dieses Zentrum beschäftigt 2.300 Ingenieure. Renault hat sich dies auch etwas kosten lassen. Insgesamt hat Renault 450 Millionen Euro in das Zentrum mit den Standorten in Bukarest und Pitesti gesteckt. Hier sollen auch weiterhin alle Autos entwickelt werden, die auf der Logan-Plattform aufgebaut sind.

Renault-Nissan ist damit ein echter Glücksgriff gelungen. In Zeiten wie diesen kommt ein solch tolles Billigauto wie gerufen. Immerhin ist es ja auch Zeit für eine Revolution sagte der Che Guevara in der Logan-Werbung zu Karl Marx.

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Datum: Freitag, 12. Februar 2010 12:00
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