Stoßdämpfer sind oft ein Stiefkind

 Stoßdämpfer arbeiten im Verborgenen und deshalb werden sie leider oft vernachlässigt. Dabei spielen Stoßdämpfer eine entscheidende Rolle, wenn es um den sicheren Fahrbahnkontakt geht. Stoßdämpfer sind nun mal ein Verschleißteile und gerade deshalb sollte man sie auch regelmäßig überprüft lassen. Gerade dann, wenn man in den Urlaub unterwegs ist oder man schwere Gegenstände transportiert. Fährt man oft über schlechte Straßen, ist dies auch ein Muss, die Stoßdämpfer regelmäßig zu kontrollieren.

Sind die Stoßdämpfer defekt, erhöht sich das Unfallrisiko drastisch. „Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bricht das Fahrzeug erheblich eher aus. Der Bremsweg verlängert sich etwa ab Tempo 80 um zwei bis drei Meter, und der gefürchtete Aquaplaning-Effekt setzt viel früher ein“, sagt TÜV-Rheinland-Experte Hans-Ulrich Sander. Vor allem ist dies ja auch eine Kostenfrage, denn sind die Stoßdämpfer abgenutzt, muss man auch die Reifen öfter wechseln. Auch die Funktionsfähigkeit elektronischer Fahrwerkskomponenten wie Antiblockiersystem, Antischlupfregelung und elektronische Stabilitätskontrolle wird durch mangelhafte Dämpfer stark beeinträchtigt.

Warum weißen wir darauf hin?

Weil gerade defekte Stoßdämpfer so gefährlich sind. Man merkt es nicht sofort, da es sich hierbei um einen schleichenden Prozess handelt. Der Fahrer gewöhnt sich an das weichere Fahrverhalten seines Autos, bis es irgendwann einmal zu spät ist. Dann fehlen plötzlich die entscheidenden Meter bei einer Notbremsung.

Wie lange Leben Stoßdämpfer?

Stoßdämpfer haben eine Lebensdauer von 60.000 bis 80.000 Kilometern. Alle 20.000 bis 30.000 Kilometer sollten sie kontrolliert werden, rät TÜV Rheinland.

Bei TÜV Rheinland beispielsweise kostet ein Stoßdämpfertest 9,90 Euro. Der Check dauert nur ein paar Minuten, und der Kunde erhält sofort einen Ausdruck des Messergebnisses.



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Datum: Mittwoch, 18. September 2013 9:00
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