Skoda ist keine Billigmarke!!!!!

Prof. Dr. Winfried Vahland ist seit dem letzten Herbst der neue Skoda-Vorstandsvorsitzende. Nun hat er in einem kleinen Journalisten-Kreis seine Pläne für die nächsten Jahre bekannt gegeben.

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Eines der Ziele ist es, Skoda in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln, von einer derzeitigen Jahresproduktion von rund 750.000 Stück auf 1,5 Millionen. Zu diesem Ziel möchte man durch die Vergrößerung der Produkt-Portfolio und durch den Wachstum der Boom-Märkte China, Indien und Russland kommen. Aber man vergisst Westeuropa nicht, auch hier soll sich der Marktanteil von drei auf fünf Prozent erhöhen.

Nach Indien kam man vor zehn Jahren und nach China vor fünf Jahren. Das kann sich sehen lassen, wenn man bedenkt, dass die Marke 1989 der geschützten Werkstatt „Ostblock“ angehörte. Der chinesische Markt wurde von Winfried Vahland damals aufgebaut.

Starten möchte man mit dem Modell „City Car“, das unterhalb des Fabia liegt. Ab dem Jahr 2012 will man dann jedes Jahr zwei Neuheiten vorstellen. Das absolute Highlight des nächsten Jahres soll eine Kompaktlimousine werden, die zwischen Fabia und Octavia angesiedelt ist. Dieses Modell soll dann weltweit erhältlich sein.

Mehr wollte aber Vahland über die nächsten Produkte noch nicht verraten. Nur eines sagte er, dass die globale Kompaktlimousine später einen Kombi-Bruder bekommen wird und dass er sich einen SUV oberhalb des extrem erfolgreichen Yeti vorstellen kann. Auch der Skoda Roomster soll nicht der einzige Van-Derivat der Marke bleiben.

Vahland ist auch ein sehr begeisterter Fan vom Motorsport. Besonders die IRC hat es ihm angetan. Da kommt es nicht weit her, dass er auch ein großes Interesse an sportlichen RS-Modellen der Marke hat. Vahland sagte: „Eine Automarke ohne Emotion geht nicht.“ Coupés und Cabrios kann er sich aber nicht vorstellen.

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In letzter Zeit hatte es Skoda nicht immer sehr leicht. Immer wieder wurden sie für ihre preisgünstigen-hochwertigen Fahrzeuge kritisiert. Zwar nicht von den Kunden, aber von den Analysten und Aktionären. So hieß es, dass der Superb ein „Passat mit geringer Gewinnmarge“ sei. Vahland meinte dazu nur, dass es richtig sei, dass man hier etwas über das Ziel hinausgeschossen hat, aber grundsätzlich bleibe man der gehobenen Mittelklasse treu.

Natürlich gibt es Dinge die nicht sein müssten und dem Kunden auch keinen Nutzen bringen. So zum Beispiel der „Superb“-Schriftzug im seitlichen Scheinwerfer. Dafür sollte man den Markenslogan „Simply clever“ mehr hervorheben.

Es wurde die Frage gestellt, ob man angesichts der guten Skoda-Qualität keine Kannibalisierung mit der Muttermarke Volkswagen fürchte? Vahland meinte dazu: „Nein, wir halten uns bei technischen Neuerungen wie etwa Fahrerassistenzsystemen etwas zurück. Skoda-Kunden wollen nicht, was möglich ist, sondern was sinnvoll ist.“

Auch beim Thema Elektroauto hält man sich völlig zurück. Aber man will auch nicht zurück zur Billigmarke.

Auch in Österreich Steht Skoda gut da. Geschäftsführer Max Egger kann auf eine 19-jährige Erfolgsgeschichte zurücksehen. Man verkaufte, nach der Übernahme des Imports durch die Porsche Holding im Jahr 1992, anfänglich 247 Stück. Im letzten Jahr waren dies schon 18.708 Einheiten. Insgesamt hat man in ganz Österreich bis jetzt 240.616 Skoda verkauft.

Auch das heurige Jahr läuft bis jetzt sehr gut für Skoda. Das einzige Problem das Skoda hat sind Lieferfristen. Dazu: „Wie alle anderen Hersteller agierte auch Skoda in der Wirtschaftskrise vorsichtig und fuhr die Produktionszahlen erst relativ spät wieder hoch.“



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Datum: Montag, 7. März 2011 14:00
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