Nissan und seine City-Flitzer

Erfolg macht mutig, das ist auch beim japanischen Autohersteller Nissan so.
In Europa hat Nissan im Jahr 2010 fast 20 Prozent mehr Autos verkauft als im Jahr zuvor.
Insgesamt sind 607.000 Fahrzeuge verkauft worden, was einem Marktanteil von rund 3,3 Prozent entspricht. Das ist der beste Wert sein dem Jahr 1995. Grund genug, jetzt vollmundig zu verkünden, dass man noch dieses Jahr Toyota vom Thron stoßen möchte. Bislang war Toyota die Nummer 1 der japanischen Autohersteller in Europa.

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Helfen sollen hierbei vor allem die Kleinwagen und Kompaktwagen. „Wir freuen uns zwar über knapp eine viertel Million verkaufter Qashqai“, sagt der Geschäftsführer von Nissan Center Europe, Vincent Wijnen, „doch das Herzstück unserer Palette sind auch die starken Kleinen. Das zeigen schon die Absatzprognosen des Nissan Juke, die von 80.000 auf 120.000 Autos erhöht werden mussten. In der Tat, das Klein- und Kompaktwagengeschäft blüht. In Deutschland entfällt auf das sogenannte B-Segment, zu dem Micra, Juke und Note gehören, 46 Prozent aller Neuzulassungen der Automarke. In Zukunft sollen diese 3 Modelle weit mehr als die Hälfte des Absatzes ausmachen. „Der Trend zu kleineren Autos wird sich weiter fortsetzen“, behauptet Wijnen.

Mit dem ab 16.990 Euro erhältlichen Nissan Juke hat sein Unternehmen im vorigen Oktober einen großen Schritt in diese Richtung gewagt. Der nur 4,14 Meter lange Crossover provoziert durch seine außergewöhnliche Optik. Man mag ihn oder mag ihn nicht, dazwischen gibt es eigentlich nichts. Mit seinem robusten Unterbau und dem sportlichen Oberteil gleicht er einer Mischung aus SUV und Coupe. Den Fans scheint extravagantes Design zu reichen, sie brauchen offensichtlich keine SUV-artigen PS Power. 60 Prozent der Juke Kundschaft entscheidet sich laut Hersteller für den kleinen 1,6 Liter Benziner mit 86 kW und 117 PS. Den 1,5 Liter Diesel mit 81 kW und 110 PS wählt jeder fünfte Juke-Käufer. Und nur 20 Prozent bevorzugen die sportlichste Variante, den Nissan Juke mit dem 1,6 Liter Turbobenzinmotor mit 140 kW/190 PS.

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Der kleinste Vertreter des Nissan Portfolios ist der Micra, seit vergangenem November als komplett neues Modell zu Preisen ab 10.740 Euro ist er im Autohandel erhältlich. „Der Nissan Micra ist besonders wichtig für den europäischen Erfolg“, sagt Wijnen.
Geplant sind europaweit zirka 100.000 Fahrzeuge pro Jahr. Ausgelegt ist der Micra aber als globales Auto, sprich der 3,78 Meter kleine Citywagen soll Käufer in China ebenso ansprechen wie in Paris. Das ist auch einer der Gründe, warum er seine Knuffigkeit und seine Kulleraugen verloren hat.
Massenkompatibilität ist nun angesagt. Gebaut wird der Micra von dem japanischen Autobauer Nissan in Indien, Thailand und Mexiko. Vertrieben wir der in 160 Ländern.
Beim Fahren zeigt sich der Micra überraschend leise und komfortabel. Den größten Anteil daran hat der neukonstruierte Dreizylinder Motor mit 1,2 Liter Hubraumd und 59 kW mit 80 PS. Für Gewöhnlich läuft so ein Aggregat recht knurrig, doch ist es den Ingenieuren gelungen, Ruhe in das Auf und Ab von Kolben und Pleuel zu bringen. Typisch gut ist beim Dreizylinder der sparsame Spritverbrauch. Versprochen werden fünf Liter und ein CO2-Ausstoß von 115 g/km. Auf nur 4 Liter Normverbrauch soll die Kompressor Version kommen, die im Spätsommer als Top-Motorisierung in den Micra Einzug halten wird. Der sogenannte Supercharged-Dreizylinder mit Start-Stopp-System leistet 73 kW und 99 PS, stößt nur 95 Gramm CO2 aus und dürfte sich damit den Titel sparsamster Benziner der Welt gewinnen. Das ist auch der Grund, warum der Micra nicht mehr mit einem Diesel angeboten wird. Leistung, Drehmoment und Verbrauch liegen auf dem Niveau eines Selbszünders und ein Ottomotor kostet bedeutend weniger, sagt der Produktmanager des Nissan Micra, Eric Rigaux.

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Diesel Fans kommen dafür beim Nissan Note, dem dritten Auto im Stadtauto-Bunde, auf ihre Kosten.
Mit einer Länge von 4,10 Meter und Van-ähnlichen Proportionen ist der ab 13.910 Euro erhältliche Note, Nissans kleinstes Auto mit einem Dieselmotor. Der 66 KW und 90 PS starkte Selbstzünder ist im Zuge der Euro-5-Anpassungen erneut auf weniger Verbrauch getrimmt worden. Das Werk gibt nun einen Durchschnittswert von 4,2 Liter an.
Dennoch entscheiden sich gerade mal rund sieben Prozent der Note Kunden für einen Diesel.
Bestseller unter den Motoren bleibt mit 68 Prozent Verkaufsanteil der 1,4 Liter Benziner mit 86 kW mit 117 PS.
Es scheint tatsächlich so, als gehört den sparsamen Benzinern die Zukunft der Stadtautos.



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Datum: Mittwoch, 15. Juni 2011 12:00
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