Mögliche Ursachen für einen Motorschaden

Schäden und Defekte am eigenen Auto treten oft sehr vielseitig und unerwartet auf. Manche stören nur die Bequemlichkeit, andere sorgen dafür, dass das eigene Auto nicht mehr funktionsfähig ist. Letzteres ist in der Regel bei einem Motorschaden der Fall. Doch auch wenn die Konsequenz oft dieselbe ist, sind die Ursachen sehr unterschiedlich. Viele Ursachen lassen sich durch gute Pflege und eigene Achtsamkeit verhindern, einige treten hingegen plötzlich auf, ohne dass es einer Mitschuld bedarf. Welche Schäden am Auto die Ursache für einen Motorschaden sein können, möchten wir Euch im Folgenden erläutern.

© Dan Race – Fotolia.com

Eine defekte Einspritzpumpe

Die Einspritzpumpe ist immer der Startpunkt bei der Arbeit des Motors. Der Verbrennungsmotor erhält von der Pumpe die benötigte Menge Kraftstoff mit entsprechendem Druck durch den der Treibstoff in den Brennraum gelangt. Sie werden bei Benzin sowie bei Dieselmotoren eingesetzt. Eine defekte Einspritzpumpe kann zu verschiedenen Problemen führen. Ein Beispiel dafür ist ein unruhiger Motor, verursacht durch die unterschiedliche Menge an Kraftstoff in den Zylindern.
Das Wechseln der Einspritzpumpe ist keine leichte Aufgabe. Bestimmtes Werkzeug sowie das entsprechende Fachwissen ist von Nöten. Deshalb werden jene Reparaturen in der Regel in professionellen Werkstätten durchgeführt. Dies erhöht den Kostenfaktor der Reparatur.

Zylinderkopfschaden – oft der Anfang vom Ende

Der Zylinderkopf hat die Aufgabe, den Verbrennungsraum in einem Verbrennungsmotor abzuschließen. Die Wichtigkeit dieses Bauteils ist bereits hier zu erkennen. Wird der Zylinderkopf beschädigt, gibt es einige Anzeichen die zur Erkennung dienen, wie zum Beispiel Öl im Kühlwasser beziehungsweise Wasser im Öl oder im härtesten Fall gar ein Kompressionsverlust in verschiedenen Zylindern (hier ist dann kein Druckabbau möglich, da der Verbrennungsraum nicht richtig verschlossen ist). Die Erkennung eines Zylinderkopfschadens erfolgt nicht immer direkt, der Schaden kann jedoch im schlimmsten Falle enorme Konsequenzen nach sich ziehen. Des Weiteren bedeutet der Austausch des Zylinderkopfes viel Aufwand und somit auch recht hohe Kosten. Oft lohnt sich eine Reparatur dann nicht mehr und es macht mehr Sinn, einen neuen Gebrauchtwagen zu kaufen. Entscheidend ist dann das Alter des Autos.

Zylinderkopfdichtungsschaden

Die Zylinderkopfdichtung bildet zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Zylinderkopf ein weiteres wichtiges Bauteil. Sie hat die Aufgabe zwischen Verbrennungsraum und den Flüssigkeitskanälen (Wasser und Öl) abzudichten. Je älter das Fahrzeug ist desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zylinderkopfdichtung undichte Stellen aufweist. Die Folgen einer undichten Zylinderkopfdichtung sind verschmutztes Kühlwasser (falls Öl ins Wasser läuft), oder auch verfärbter Qualm (Farbe je nach beschädigtem Kanal). Ein Ersatzteil dieser Art ist nicht teuer, die Montage aber erfordert fachmännisches Personal. Es lohnt sich daher, die Zylinderkopfdichtung regelmäßig zu überprüfen, um einen Schaden bereits im Vorfeld zu vermeiden. Worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie auf autoscout24.de.

Wenn der Turbolader nicht mehr mitmacht

Der Turbolader übernimmt die Funktion der Leistungssteigerung, sodass vor allem kleinere Motoren wesentlich höhere Leistungen bringen können. Ausströmende Abgase dienen als Antrieb für den Turbolader. Im Prinzip füllt der Turbolader den Zylinder mit Überdruck auf und erzielt somit eine Aufladung des Zylinders. Auf diese Weise ist mehr Verbrennungsluft verfügbar und somit eine höhere Leistung möglich.
Idealerweise arbeitet ein Turbolader unbemerkt vom Fahrer. Umso größer sind die Auswirkungen bei einem Schaden am Turbolader. Die Überlastung von Turboladern ist nicht zu empfehlen. Potentielle Schäden treten ohne Vorwarnung und meist sehr plötzlich auf.
Typische Anzeichen für einen Schaden am Turbolader sind: ein unnormales Röhren des Motors, ein Hüpfen und Bocken des Fahrzeugs oder der plötzliche Verlust von Leistung. Ein nicht funktionsfähiger Turbolader kann das Fahrzeug unbrauchbar machen.

Kurbelwellenschaden

Die Arbeit von Kolben und Zylindern im Motor ist unerlässlich, da diese die Beschaffenheit und Funktionsweise eines Verbrennungsmotors erfordert. Für den Antrieb der Kolben ist die Kurbelwelle verantwortlich. Sie sorgt weiter dafür, dass sich die Kolben in der richtigen Geschwindigkeit und Reihenfolge im Innenraum des Zylinders verdichten. Es ist also recht leicht vorstellbar, was es zur Folge hat, wenn die Kurbelwelle defekt ist. Der Antrieb der Kolben erfolgt nicht korrekt, somit wird auch die Verdichtung innerhalb des Zylinders gestört. Weiterhin kommt es zu einer Störung des gesamten Verbrennungsvorganges. Ein Schaden an der Kurbelwelle kann Mängel an Kolben, Zylinder und auch dem Motor selbst hervorrufen, was logischerweise zu enormen Problemen am Fahrzeug führt. Die Erkennung des Schadens ist nicht sehr einfach. Das unregelmäßige Motorgeräusch lenkt den Verdacht der Ursache oft auf Zylinder oder Kolben. Bei einer solchen Fehleinschätzung kann es jedoch bereits zu spät sein.

Motorsteuerungsschaden – wenn die Technik zum Verhängnis wird

Heute steuert Computertechnik die modernen Motoren. Die Steuerung des Motors übernimmt die Regulierung sowie Überwachung von unterschiedlichen Motorfunktionen. Weiterhin soll sie im Schadensfall zu einer Erleichterung der Diagnose führen. Das Mischverhältnis von Luft und Kraftstoff ist enorm wichtig, auch diese Aufgabe erledigt die Motorsteuerung. Hier wird offensichtlich, dass das Auto ohne diese digitale Steuerung nur die Hälfte wert ist.
Doch was sind die Konsequenzen, wenn die alles umfassende Steuerung, quasi das Gehirn des Fahrzeuges, ausfällt? Das Auto macht was es will, der Motor poltert und scheint in seiner Funktion eingeschränkt zu sein. Ursachen für Probleme mit dem Motorsteuergerät können sehr unterschiedlich sein. Manchmal ist eine Reparatur möglich, meistens jedoch muss das gesamte Gerät ausgetauscht werden.
Es wird schnell deutlich, dass es zahlreiche Gründe gibt, warum ein Motorschaden entstehen kann. Einige lassen sich auch durch Fürsorge und gute Pflege nicht verhindern, andere können hierrüber vermieden werden. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Motorschaden immer möglichst schnell eine Werkstatt aufgesucht werden sollte, da ein solcher nur schwer in Eigenregie behoben werden kann.

Be Sociable, Share!
Tags »

Autor:
Datum: Donnerstag, 24. Oktober 2013 13:00
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Tipps rund ums Auto

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben