Immer mehr Konkurrenz für Autohändler durch Internet Neuwagenkäufer

Immer mehr Neuwagenkäufer beziehen ihr Auto über das World Wide Web. Eine Studie zeigt dabei auch die Schwächen der Autohändler im Umgang mit potenziellen Kunden auf.
Autohäuser müssen zunehmend mit der Konkurrenz aus dem World Wide Web kämpfen, berichtete Autogazette.de. Während in den 90er Jahren vorwiegend nur Gebrauchtwagen über die Portale vertrieben wurden, hat sich seit ungefähr fünf Jahren auch der Handel mit Neuwagen online etabliert. Die hier angebotenen Autos sind meist deutlich günstiger und wie eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) zeigt, sind die Käufer unterm Strich zufriedener als die klassischen Autohaus-Kunden.

Einfache Vergleichsmöglichkeiten

Beim Neuwagenkauf im Internet kann der Kunde relativ einfach die Preise mehrerer Anbieter vergleichen und sich dann für ein Angebot entscheiden. Dadurch, dass er auf Serviceleistungen wie persönliche Beratung, Probefahrten und die Inzahlungnahme seines Gebrauchtwagens verzichtet, sind die Autos im Schnitt 15 Prozent günstiger. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen für den Online-Kauf entscheiden, auch wenn sie dafür unter Umständen bis zu 100 Kilometer zum Händler fahren müssen. Denn nachdem sich ein User für ein Auto entschieden hat, wird die Anfrage des Internet-Vermittlers an einen nahegelegenen Markenhändler weitergegeben. Das CAR rechnet damit, dass auch im laufenden Jahr wieder mehr als 35.000 Neuwagen über das Internet verkauft werden.

Bei einer Befragung von 200 Kunden des Online-Portals meinauto.de und 129 Autohaus-Kunden hat sich gezeigt, dass die Internet-Kunden deutlich zufriedener sind. Zum einen sind sie überzeugt davon, einen besonders hohen Rabatt erzielt zu haben. Zum anderen sind sie im Nachhinein mit ihrer Wahl in Sachen Fahrzeug und Ausstattung zufriedener.

Internet-Kunden werden schneller bedient

Zu der allgemein positiven Bewertung des Online-Kaufs dürfte auch beitragen, dass die Kunden in der Regel deutlich schneller eine Antwort auf eine Anfrage per Mail oder Fax oder eine Reaktion auf die Bitte um Rückruf erhalten als Autohaus-Kunden. Laut der Studie haben 62,5 Prozent der Internet-Käufer innerhalb von zwölf Stunden eine Antwort bekommen, bei den anderen waren dies nur 30 Prozent. Bei der Zahlung sind die Online-Käufer jedoch deutlich kritischer als diejenigen, die zum Händler gehen. Während 45 Prozent der www-Kunden ein sicheres Gefühl bei der Zahlung des Kaufpreises haben, sind es beim Autohaus-Klientel 64 Prozent.



Viele Autohersteller und Händler sehen den Internet-Kauf kritisch. Doch die Skepsis ist unbegründet, meint Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR. Er sieht darin vielmehr einen weiteren Vertriebsweg, mit dem preissensible Kunden angesprochen werden können. Bislang haben Autohäuser diesen Kunden preiswerte Fahrzeuge mit Tageszulassung oder junge Dienstwagen angeboten, die im Schnitt bis zu 20 Prozent günstiger sind. Würden all diese Fahrzeuge über das Internet mit einem Rabatt von durchschnittlich 15 Prozent verkauft, könnte die Branche jährlich rund 450 Millionen Euro mehr einnehmen.

Eine große Hilfe hierbei ist die InternetseiteAutobörsenvergleich.com

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Datum: Mittwoch, 25. Mai 2011 8:00
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