Der ADAC fordert zuverlässigen Schutz gegen Fehlbetankungen

Auf einem Staatsbesuch in Israel war die „rollende Festung“ des US-Präsidenten – ein Cadillac im Wert von einer Million Dollar – mit falschem Kraftstoff betankt worden.

So wie Barack Obama erging es laut ADAC im Jahr 2012 Tausenden Autofahrern in Deutschland. Die Gelben Engel des Automobilclubs mussten 20.000 Mal aufgrund von Fehlbetankungen ausrücken, um teure Motorschäden zu verhindern.

Da muss ich auch gleich gestehen, das ist mir auch und sogar schon 2 Mal passiert. Aber psst, nicht weitersagen. 🙂

Damals hatten wir noch 2 Autos, ich fuhr mit einem Benziner und meine Frau mit einem Diesel. Dann fahre ich einmal mit dem Auto von meiner Frau und tanke Benzin. Natürlich war der Tank vorher ziemlich leer und ich habe noch vollgetankt. Als ich gezahlt hatte viel es mir plötzlich ein. „Sche…“. Bei dieser Tankstelle war eine Werkstatt angschlossen und so wurde dort der Benzin abgelassen. War ein teurer Spaß.

Und einmal habe ich einen alten 2er Golf bzw. den Motor umgebracht. Dieses Mal umgekehrt, Diesel anstatt Benzin, zwar nicht vollgetankt, dafür nicht bemerkt, erst als das Auto zu stottern anfing. Da ging mir ein Licht auf, und wieder „Sche…“. Dachte mir aber das es nicht mehr allzu weit bis nach Hause sei und versuchte das Auto nach Hause zu bringen. Falsch gedacht, ging sich nicht aus und der Motor war kaputt.

Vorher dachte ich mir immer, wie blöd sind die Leute eigentlich, wie kann man sein Auto falsch betanken. Naja, seitdem halte ich mich bei diesem Thema immer etwas zurück.

Die Ursachen für diese Verwechslungen sind vielfältig. Oft sorgen verschiedene Spritsorten mit exotisch-werbewirksamen Namen an den Tankstellen für Verwirrung. Eine Zuordnung zu Diesel oder Benzin ist dabei nicht immer ganz leicht. Hinzu kommen riesige, ablenkende Werbeaufkleber.

Auch wenn in Autos Schutzmechanismen gegen eine Fehlbetankung eingebaut sind, kann es beim „Leerfahren“ zu Problemen kommen: Wenn der Autofahrer bei Kraftstoffmangel mit einem Kanister nachfüllen muss, kann es sein, dass der fortschrittliche Fehlbetankungsschutz ebenfalls sperrt. Kaum ein Hersteller hat hierfür eine Lösung parat. Laut ADAC ist das aber möglich: Ford legt für wenige Cent ein einfaches Adapterrohr ins Bordwerkzeug, das den Fehlbetankungsschutz „überbrückt“. Es hat den gleichen Durchmesser wie eine Dieselzapfpistole. Somit kann auch mit einem gebräuchlichen Reservekanister problemlos nachgetankt werden.



Der ADAC fordert, dass alle Hersteller in ihren Modellen einen zuverlässigen Fehlbetankungsschutz integrieren. Gleichzeitig muss aber auch sichergestellt werden, dass im Notfall eine Betankung mit Kanister möglich ist.

Quelle: Auto-Reporter

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Datum: Montag, 8. April 2013 13:00
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