35 Millionen Dollar Strafe für General Motors

 

Der nächste Schlag für den US-Autobauer General Motors. Nach dem Desaster mit den mangelhaften Zündschlössern, müssen sie nun eine Millionen-Strafe zahlen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA warf dem Hersteller vorn, den Mangel zu spät gemeldet zu haben.

35 Millionen Dollar muss General Motors nun Strafe zahlen, nachdem es zu tödlichen Unfällen kam. Dies ist die Höchststrafe, die die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verhängen kann. General Motors wird vorgeworfen, die Mängel einfach zu spät gemeldet zu haben. Erst vor kurzem wurden deshalb 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen.

Das Problem war, dass gerade bei älteren Modellen, die vor allem in den USA verkauft wurden, zu schwach ausgelegte Schalter während der Fahrt in die „Aus“-Position zurücksprangen. Dadurch schalteten sich der Motor, Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker aus. Es kam zu Unfällen mit 13 Toten. Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Sie sollen das Problem seit Jahrzehnten ignoriert haben, denn die ältesten betroffenen Fahrzeuge sind aus dem Jahr 2003. Der Rückruf begann aber erst Anfang des Jahres unter der neuen Konzernchefin Mary Barra. Sie will Vertrauen zurückgewinnen und hat deshalb wegen diverser Mängel eine gigantische Rückruf-Aktion angestoßen. Weltweit müssen inzwischen 12,8 Millionen Wagen in die Werkstätten, knapp 11,2 Millionen davon in den USA.

„Wir haben sehr viel aus diesem Rückruf gelernt“, erklärte Barra nach der Bekanntgabe der Millionenstrafe, in die GM eingewilligt hatte. Sie hatte unter anderem einen Sicherheitsbeauftragten eingesetzt, die Verantwortlichkeiten in der Produktentwicklung neu verteilt und eine interne Aufklärung der Geschehnisse versprochen. Verkehrsminister Anthony Foxx kündigte an, General Motors weiteres Vorgehen in dem Fall genau zu beobachten.

Zu den 35 Millionen Dollar kommen noch 7.000 Dollar pro Tag dazu, denn GM sollte Fragen zu den Zündschlössermängeln beantworten. Diese Frist – Anfang April – wurde aber nicht eingehalten.

Doch das ist nur ein Problem, dass General Motors hat, denn auch die Unfallopfer und Besitzer betroffener Wagen, haben zahlreiche Klagen eingereicht. Der Image Schaden und die Vertrauensrückgewinnung, sind dann ein weiteres großes Problem. Hier kann man sich ja Tipps von Toyota holen.

In Deutschland sind gut 4.200 Exemplare des Roadsters Opel GT aus den Modelljahren 2007 bis 2010 betroffen.



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Datum: Mittwoch, 21. Mai 2014 9:00
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